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Geschichte der Tiroler Schützen

Die Geschichte der Tiroler Schützen 1408-2006

 1408:  In einigen Tiroler Städten (z.B. Hall, Innsbruck etc.) gründen sich erste
Bürgerwehren zum Schutz (Wortursprung für: "Schützen") gegen äußere und innere Feinde. Damalige Bewaffnung: Eisenhut, Harnisch-Spieß, Schwert und Armbrust.

 1499:  Beim Engadiner Krieg gegen die Schweizer Eidgenossen kommen auf Tiroler Seite sogenannte „Schitzen Landsknechte“ zum Einsatz

 1504:  Beim bayrischen Erbfolgekrieg kommen auf Seiten Kaiser Maximilians sogenannte "Schitzenfähnlein" (von den Bezirksgerichten gestellt) zum Einsatz. Die Gerichte Kitzbühel, Kufstein, und Rattenberg werden Teil von Tirol.

 1511:  Maximilian erlässt das Tiroler Landlibell, und überträgt die Landesverteidigung den Tiroler Landständen. Die Landstände beauftragen jede Gemeinde in ganz Tirol damit, ein Schützenfähnlein aufzustellen. Jeder Tiroler kann im Kriegsfall zur Ver-teidigung der Tiroler Grenze herangezogen werden und hat jedenfalls sogenannte Schiechten zu leisten.

 1636:  Die sogenannten Schützenfähnlein werden durch Scharfschützenkompanien und Landsturm ersetzt. Jeder Tiroler ist landsturmpflichtig. Die örtlichen Schützen-kompanien stellen das freiwillige Heer der Tiroler Landstände dar.

 1703 - “ Die Stunde der Schützen“:

Tiroler Schützenverbände werfen das in Tirol eingefallene Bayernheer aus eigenen Kräften aus Tirol.

 1790-1800:   Es gibt zahlreiche Einsätze von Schützenverbänden an der Tiroler Südgrenze (Hptm. Feller / St. Johann)

 1800:  Schützen des Gerichts Kitzbühel unter Hpm. Stainer (Waidring) besiegen die Bayern bei Unken.

 1805: Schützen des Gerichts Kitzbühel unter Wintersteller und dem angrenzenden Pinzgau unter Strucker besiegen nach einer  3-tägigen Schlacht die bayrisch- französische Armee am Pass Strub. Tirol wird jedoch ein Teil Bayerns. Schützen-kompanien werden aufgelöst.

 1805-1809:   Das Tiroler Volk leidet sehr unter der bayrischen Besetzung. Kriegsdienst, Geldentwertung, religiöse und wirtschaftliche Repressalien, Enteignungen und Willkür der neuen Herrn führen zur Volkserhebung von 1809.

 1809:  Unter Andreas Hofer erhebt sich das Tiroler Volk und befreit die Heimat von der Fremdherrschaft. Durch mangelnde Unterstützung des Kaisers ging dieses edle Bestreben leider verloren.

 1810:  Nach Niederschlagung des Tiroler Freiheitskampfes wird Andreas Hofer in Mantua erschossen. Die Führung der Tiroler Schützen muss ins Ausland flüchten.

 1814: Nach der Niederlage Napoleons wird Tirol wieder ein Teil Österreichs, die alte Tiroler Wehrverfassung bleibt jedoch außer Kraft. Aus den Schützenkompanien werden Standschützen (Sportschützen).

 1848:  Revolutionsjahr - Der arg in Bedrängnis geratene Kaiser setzt die alte Tiroler Wehrverfassung wieder in Kraft. Tiroler Schützen rücken zur Verteidigung der Süd-grenze gegen die ital. Rebellenarmee unter Garibaldi aus.

 1858: Erneuter Einsatz an der Südgrenze (30.000 Mann) "Schlacht bei Solverino"

 1873: Neuordnung der Tiroler Landesverteidigung - Tiroler Schützen werden fester Teil der Tiroler Landesverteidigung!

 1915:  Tiroler Schützen rücken mit 35.000 Mann erneut an die bedrohte Südgrenze aus und verteidigen sie gegen die einfallenden Italener ein Jahr lang mit Erfolg bis die österreichische Armee aus Russland zurück kehrt.

 1918:  Südtirol wird ein Teil Italiens. In Südtirol werden die Schützen verboten, und die deutschsprachige Bevölkerung unterdrückt und diskriminiert. Die Schützenkompanien bestehen im Untergrund jedoch weiter und versuchen, das alte Kulturgut zu erhalten. In Nordtirol bilden die Schützen das Rückgrat der vater-ländischen Front.

 1938: Nach dem Einmarsch Hitler-Deuschlands werden auch die Nordtiroler Schützen verboten und das Tragen von Fahnen, Waffen oder Tracht unter strenge Strafen gestellt. Viele der historischen Fahnen und Trachten werden vernichtet, Schützenkompanien bestehen auch hier im Untergrund weiter.

 1945:  Tiroler Schützenverbände befreien Teile von Tirol und Innsbruck und übergeben Innsbruck als befreite Stadt den Amerikanern.

 1948:  Die Nordtiroler Schützen werden von der französischen Besatzung wieder zugelassen, gefördert und aus Wehrmachtsbeständen neu bewaffnet.

 1950-2006:   Zahlreiche Wiedergründungen und Neugründungen von Schützen-kompanien finden in fast allen Tiroler Gemeinden statt. Heute stellen Schützen in ihren Gemeinden einen wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens dar und haben sich besonders beim Erhalt von Tiroler Kulturgütern verdient gemacht.    

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